Das Wichtigste auf einen Blick
Sechs Sätze, die die Lage vollständig beschreiben. Wer nur eine Minute Zeit hat, liest diese Liste und weiß, worum es geht.
- 01Windows 10 hat am 14. Oktober 2025 das Support-Ende erreicht. Seitdem gibt es weder technische Unterstützung noch Funktions- oder Qualitätsupdates und damit auch keine Sicherheitskorrekturen mehr.
- 02Die Geräte hören nicht auf zu arbeiten. Sie sind nur ab sofort dauerhaft ungeschützt gegen jede neu gefundene Lücke, und dieser Rückstand wächst mit jedem Monat.
- 03Unternehmen können über das kostenpflichtige Programm für erweiterte Sicherheitsupdates höchstens drei Jahre überbrücken. Es kostet im ersten Jahr 61 US-Dollar je Gerät, der Preis verdoppelt sich in jedem Folgejahr.
- 04Das Programm ist eine Brücke, kein Ziel. Es enthält keinen technischen Support, keine neuen Funktionen und keine Fehlerkorrekturen außerhalb der Sicherheitsupdates, und es setzt Windows 10 in der Version 22H2 voraus.
- 05Der nächste harte Stichtag ist der 13. Oktober 2026. Dann endet der Support für Office LTSC 2021. Für Microsoft 365 Apps auf Windows 10 laufen Sicherheitsupdates noch bis zum 10. Oktober 2028.
- 06Der Aufwand steckt selten im Betriebssystem, sondern in Fachanwendungen, Treibern und Peripherie. Wer den Bestand jetzt aufnimmt, verteilt die Umstellung auf Monate statt auf ein Wochenende.
Was seit Oktober 2025 gilt, und welche Termine noch kommen
Ein Support-Ende ist kein Abschalttermin. Am 15. Oktober 2025 ist kein einziger Rechner stehen geblieben. Genau das macht die Sache tückisch, denn im Betrieb merkt niemand etwas. Was sich ändert, passiert unsichtbar: Jede Sicherheitslücke, die ab diesem Tag in Windows 10 gefunden wird, bleibt offen. Microsoft schließt sie nicht mehr. Angreifer kennen den Termin genauso gut wie die IT-Abteilung.
Der Abstand zwischen einem gepflegten und einem ungepflegten System wächst dabei nicht linear, sondern mit jedem Patchday. Ein Rechner, der im Herbst 2025 noch als aktuell galt, hat heute rund ein Jahr an Korrekturen verpasst. Und weil viele Lücken erst nach ihrer Veröffentlichung in Angriffswerkzeuge wandern, ist ein bekanntes, aber ungestopftes Loch gefährlicher als ein unbekanntes.
Dazu kommt ein Punkt, der in der Praxis oft untergeht: Das Betriebssystem ist nur die halbe Miete. Die Anwendungen darauf haben eigene Fristen, und die laufen gerade aus.
Drei belegte Stichtage
Seitdem liefert Microsoft für die betroffenen Versionen weder technische Unterstützung noch Funktions- oder Qualitätsupdates, und damit auch keine Sicherheits- und Zuverlässigkeitskorrekturen.
Danach gibt es weder technische Unterstützung noch Fehlerkorrekturen noch Sicherheitsupdates. Microsoft nennt ausdrücklich ein erhöhtes Sicherheitsrisiko und mögliche Auswirkungen auf Compliance-Anforderungen.
Das sind drei Jahre über das Windows-10-Support-Ende hinaus, gedacht als Überbrückung während der Umstellung, nicht als Dauerlösung.
Quellen: Microsoft Support, „Windows 10 support has ended on October 14, 2025“, Stand 29.06.2026 · Microsoft Learn, „Office LTSC 2021 reaching end of support on October 13, 2026“, Stand 23.04.2026. Beide am Original geprüft, abgerufen am 16. August 2026.
Wer noch Office 2016 oder Office 2019 einsetzt, ist bereits seit dem 14. Oktober 2025 ohne Support, und zwar unabhängig vom Betriebssystem. Office 2024 und Office 2021 laufen auf Windows 10 zwar weiter, unterstützt werden sie dort aber nicht mehr. In vielen mittelständischen Netzen liegen deshalb gleich zwei Fristen übereinander: eine für das Betriebssystem und eine für das Office-Paket.
Ihr Migrations-Countdown
Links läuft die Uhr, rechts steht Ihre Liste. Der Zähler rechnet mit dem heutigen Datum gegen die drei belegten Stichtage von Microsoft. Die Checkliste haken Sie ab, während Sie durchgehen. Der Fortschrittsbalken zeigt, wo Sie stehen. Nichts davon wird gespeichert oder übertragen, die Auswertung passiert allein in Ihrem Browser.
- 14. Oktober 2025Support-Ende Windows 10–
- 13. Oktober 2026Support-Ende Office LTSC 2021–
- 10. Oktober 2028Letzte Sicherheitsupdates für Microsoft 365 Apps auf Windows 10–
Checkliste für die Umstellung
0 von 8 erledigtNoch nichts abgehakt. Punkt eins ist der günstigste, er kostet nur eine Liste.
Bestand gemeinsam durchgehenVier Wege, und wann welcher passt
Es gibt selten eine Antwort für das ganze Haus. In den meisten Betrieben kommen zwei oder drei dieser Wege nebeneinander vor, je nach Alter der Geräte und je nach Software, die darauf laufen muss.
Upgrade auf dem vorhandenen Gerät
Der einfachste Weg, wenn er möglich ist. Das Upgrade auf Windows 11 ist kostenfrei, allerdings nur für Geräte, die Windows 10 in der Version 22H2 ausführen und die Mindest-Hardwareanforderungen für Windows 11 erfüllen. Passend für Geräte, die jünger sind und deren Fachanwendungen freigegeben sind. Der Aufwand liegt im Test, nicht im Kauf.
Zur IT-BeratungNeues Gerät mit Windows 11
Für alles, was die Anforderungen nicht erfüllt oder ohnehin am Ende seiner Nutzungszeit steht. Der Vorteil gegenüber einem erzwungenen Upgrade ist die saubere Ausgangslage: aktuelle Treiber, aktuelle Garantie, keine gewachsene Altlast. Der Nachteil ist die Investition, die sich planen lässt, wenn sie über mehrere Quartale verteilt wird.
Zu Server und NetzwerkErweiterte Sicherheitsupdates als Brücke
Wenn ein Gerät aus zwingenden Gründen bleiben muss, etwa weil eine Maschine oder eine Fachanwendung daran hängt. Der Bezug läuft über das Microsoft-Volumenlizenzprogramm, im ersten Jahr 61 US-Dollar je Gerät, der Preis verdoppelt sich in jedem Folgejahr, längstens über drei Jahre. Nur jahresweise buchbar, keine Teilzeiträume. Die Jahre sind kumulativ: Wer erst im zweiten Jahr einsteigt, zahlt das erste mit. Mindestabnahme ist eine Lizenz. Technischer Support ist nicht enthalten. Wichtig zum Verständnis: Das Programm hält ein System sicherheitsseitig am Leben, es macht es nicht wieder modern.
Zur IT-SicherheitCloud-Arbeitsplatz
Statt jedes Gerät einzeln zu ersetzen, wandert der Arbeitsplatz in die Cloud, das Endgerät wird zum Zugang. Für Windows-10-Maschinen in Windows 365, Azure Virtual Desktop und weiteren Azure-Diensten sind die erweiterten Sicherheitsupdates ohne Zusatzkosten enthalten. Windows-10-Endgeräte, die sich mit einem Windows-365-Cloud-PC verbinden, sind bei aktiver Windows-365-Abonnementlizenz bis zu drei Jahre für die Updates berechtigt. Interessant überall dort, wo mehrere Standorte, Homeoffice oder Außendienst zusammenkommen.
Zu unseren CloudsystemenAngaben zu Upgrade, Programmbedingungen und Cloud-Berechtigung nach Microsoft Learn, „Extended Security Updates (ESU) program for Windows 10“, Stand 17.11.2025, und Microsoft Support, „Windows 10 support has ended on October 14, 2025“, Stand 29.06.2026. Beide am Original geprüft, abgerufen am 16. August 2026. Der genannte Dollar-Betrag ist der von Microsoft veröffentlichte Listenpreis, der tatsächliche Einkaufspreis hängt vom Lizenzprogramm ab.
So läuft eine Umstellung ab, ohne dass der Betrieb steht
Eine Migration ist kein einzelner Termin, sondern eine Reihenfolge. Wer sie einhält, merkt im Tagesgeschäft kaum etwas davon.
- 1
Bestandsaufnahme
Alle Geräte, Versionen, Fachanwendungen und Peripheriegeräte werden erfasst. Am Ende steht eine Liste, keine Schätzung.
- 2
Bewertung je Gerät
Für jedes Gerät wird entschieden, ob es aufgerüstet, ersetzt, überbrückt oder in die Cloud verlagert wird. Sonderfälle werden benannt statt übergangen.
- 3
Testlauf
Ein repräsentativer Arbeitsplatz wird zuerst umgestellt, mit allen Anwendungen und Druckern, die dort täglich gebraucht werden. Was hier auffällt, fällt später nicht mehr auf zwanzig Arbeitsplätzen gleichzeitig auf.
- 4
Umstellung in Wellen
Abteilung für Abteilung, mit gesicherten Daten und einem Rückweg. Nach jeder Welle wird kurz nachgefragt, bevor die nächste startet.
- 5
Nacharbeit
Restgeräte, Sonderfälle und Dokumentation. Danach steht fest, welche Systeme wann wieder anstehen, damit die nächste Frist nicht wieder kurzfristig kommt.
Der entscheidende Unterschied zwischen einer ruhigen und einer hektischen Umstellung liegt fast immer in Schritt eins. Wer weiß, was im Haus steht, kann verteilen. Wer es nicht weiß, muss alles auf einmal machen.
Warum das mehr ist als eine Frage der Bequemlichkeit
Sicherheit
Ein System ohne Sicherheitsupdates ist kein etwas unsichereres System, sondern ein dauerhaft offenes. Jede neu veröffentlichte Lücke bleibt bestehen, und veröffentlichte Lücken wandern erfahrungsgemäß schnell in fertige Angriffswerkzeuge. Ein einzelner ungepatchter Rechner reicht als Einstieg, von dort aus geht es weiter ins Netz. Genau deshalb gehört das Thema nicht in die Kategorie „machen wir bei Gelegenheit“.
Anwendungen und Gewährleistung
Viele Hersteller von Fachsoftware koppeln ihre Freigaben an unterstützte Betriebssysteme. Läuft die Anwendung auf einem nicht mehr unterstützten System, kann der Hersteller die Unterstützung einschränken. Auch Versicherer und Prüfer fragen zunehmend nach dem Patchstand.
Compliance
Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss dafür angemessene technische Maßnahmen treffen. Ein System, für das es planmäßig keine Sicherheitsupdates mehr gibt, lässt sich schwer als angemessen begründen. Microsoft selbst weist beim Support-Ende von Office LTSC 2021 ausdrücklich auf mögliche Auswirkungen auf Compliance-Anforderungen hin. Wer zusätzlich unter NIS2 fällt, hat ohnehin dokumentierte Pflichten im Risikomanagement, dazu haben wir einen eigenen Beitrag geschrieben.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Ob und in welchem Umfang Pflichten aus DSGVO, NIS2 oder branchenspezifischen Vorgaben für Ihr Unternehmen gelten, prüfen Sie bitte im Einzelfall mit Ihrer Rechtsberatung.
Deine Fragen zum Windows-10-Support-Ende
Sechs Fragen, die uns Kunden in den letzten Monaten am häufigsten gestellt haben. Fehlt deine, ruf einfach an.
06128 9999080Wer hinter diesem Beitrag steht
SYTO IT ist ein familiengeführtes IT-Systemhaus aus Taunusstein, gegründet 2003. Wir betreuen Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet vor Ort und deutschlandweit per Fernwartung, von der Handwerksfirma über die Steuerkanzlei bis zum Betrieb mit mehreren Standorten. Betriebssystemwechsel gehören für uns zum Alltag, und wir wissen aus Erfahrung: Der Ärger kommt selten von Windows selbst, sondern von der einen Fachanwendung, dem einen Etikettendrucker und dem einen Gerät, an das jahrelang niemand gedacht hat. Deshalb fangen wir mit der Bestandsaufnahme an und nicht mit dem Einkauf. Als Microsoft-Partner und Telekom Business Partner bringen wir Betriebssystem, Arbeitsplatz und Anbindung zusammen, statt sie einzeln zu betrachten.
Fragen zu diesem Beitrag beantworten Maurice und Melvin Riegel unter 06128 9999080.
Sprechen wir über Ihren Bestand
Sie wissen nicht genau, wie viele Windows-10-Geräte bei Ihnen noch laufen? Das ist der Normalfall und gleichzeitig der beste Startpunkt. Wir gehen den Bestand mit Ihnen durch, sortieren nach Aufwand und Dringlichkeit und schlagen einen Zeitplan vor, der zu Ihrem Betrieb passt. Ohne Standardpaket, ohne Druck.
SYTO GmbH · Aarstraße 117 · 65232 TaunussteinTelefon 06128 9999080 · Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr