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SYTO Ratgeber · Server und Netzwerk

Windows 10 Support-Ende: Was Unternehmen jetzt tun müssen

Seit dem 14. Oktober 2025 bekommt Windows 10 keine Sicherheitsupdates mehr. Die Rechner laufen zwar weiter, doch jede neu entdeckte Lücke bleibt offen. Hier lesen Sie, welche Fristen wirklich gelten, was das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates leistet und wie Sie umstellen, ohne dass der Betrieb stillsteht.

SVon SYTO ITVeröffentlicht am 15. September 2026Lesezeit 10 Minuten
SYTO IT-Motiv als Sinnbild für die Umstellung von Windows 10 auf Windows 11 im Unternehmen

Das Wichtigste auf einen Blick

Wer nur eine Minute Zeit hat, findet hier die Lage in sechs Punkten zusammengefasst. Einzelheiten und Quellen folgen weiter unten.

  1. 01Am 14. Oktober 2025 hat Microsoft den Support für Windows 10 beendet. Seitdem gibt es weder technische Unterstützung noch Funktions- oder Qualitätsupdates, also auch keine Sicherheitskorrekturen mehr.
  2. 02Die Geräte arbeiten weiter wie bisher. Gegen jede neu gefundene Lücke sind sie aber dauerhaft ungeschützt, und dieser Rückstand wächst mit jedem Monat.
  3. 03Mit dem kostenpflichtigen Programm für erweiterte Sicherheitsupdates können Unternehmen höchstens drei Jahre überbrücken. Im ersten Jahr kostet es 61 US-Dollar je Gerät, danach verdoppelt sich der Preis jedes Jahr.
  4. 04Das Programm verschafft Zeit, mehr nicht. Technischer Support, neue Funktionen und Fehlerkorrekturen außerhalb der Sicherheitsupdates sind nicht enthalten. Voraussetzung ist Windows 10 in der Version 22H2.
  5. 05Am 13. Oktober 2026 folgt der nächste feste Stichtag, dann endet der Support für Office LTSC 2021. Sicherheitsupdates für Microsoft 365 Apps auf Windows 10 gibt es noch bis zum 10. Oktober 2028.
  6. 06Die meiste Arbeit macht selten das Betriebssystem. Sie steckt in Fachanwendungen, Treibern und Peripherie. Wer seinen Bestand jetzt aufnimmt, kann die Umstellung über Monate verteilen und muss nicht alles an einem Wochenende erledigen.

Was seit Oktober 2025 gilt, und welche Termine noch kommen

Ein Support-Ende ist kein Abschalttermin. Am 15. Oktober 2025 ist kein einziger Rechner stehen geblieben. Genau das macht die Sache tückisch, denn im Betrieb merkt niemand etwas. Die Veränderung geschieht im Verborgenen. Jede Sicherheitslücke, die ab diesem Tag in Windows 10 gefunden wird, bleibt offen, denn Microsoft schließt sie nicht mehr. Angreifer kennen den Termin genauso gut wie die IT-Abteilung.

Der Abstand zwischen einem gepflegten und einem ungepflegten System wächst dabei mit jedem Patchday weiter. Ein Rechner, der im Herbst 2025 noch als aktuell galt, hat heute rund ein Jahr an Korrekturen verpasst. Und weil viele Lücken erst nach ihrer Veröffentlichung in Angriffswerkzeuge wandern, ist ein bekanntes, aber ungestopftes Loch gefährlicher als ein unbekanntes.

In der Praxis geht oft unter, dass das Betriebssystem nur die halbe Miete ist. Auch die Anwendungen darauf haben eigene Fristen, und die laufen gerade aus.

Drei belegte Stichtage

14. Oktober 2025
Support-Ende für Windows 10

Seitdem liefert Microsoft für die betroffenen Versionen weder technische Unterstützung noch Funktions- oder Qualitätsupdates, und damit auch keine Sicherheits- und Zuverlässigkeitskorrekturen.

13. Oktober 2026
Support-Ende für Office LTSC 2021

Danach gibt es weder technische Unterstützung noch Fehlerkorrekturen noch Sicherheitsupdates. Microsoft nennt ausdrücklich ein erhöhtes Sicherheitsrisiko und mögliche Auswirkungen auf Compliance-Anforderungen.

10. Oktober 2028
Letzte Sicherheitsupdates für Microsoft 365 Apps auf Windows 10

Microsoft gewährt damit drei Jahre über das Windows-10-Support-Ende hinaus. Gedacht ist das als Überbrückung für die Zeit der Umstellung, eine Dauerlösung ist es nicht.

Quellen: Microsoft Support, „Windows 10 support has ended on October 14, 2025“, Stand 29.06.2026 · Microsoft Learn, „Office LTSC 2021 reaching end of support on October 13, 2026“, Stand 23.04.2026. Beide am Original geprüft, abgerufen am 16. August 2026.

Wer noch Office 2016 oder Office 2019 einsetzt, ist bereits seit dem 14. Oktober 2025 ohne Support, und zwar unabhängig vom Betriebssystem. Office 2024 und Office 2021 laufen auf Windows 10 zwar weiter, unterstützt werden sie dort aber nicht mehr. In vielen mittelständischen Netzen liegen deshalb gleich zwei Fristen übereinander: eine für das Betriebssystem und eine für das Office-Paket.

Ihr Migrations-Countdown

Die Uhr zählt ab dem heutigen Datum bis zum nächsten der drei belegten Stichtage von Microsoft. Daneben steht eine Checkliste, die Sie beim Durchgehen Ihres Bestands abhaken können, und ein Balken zeigt Ihren Fortschritt. Gespeichert oder übertragen wird dabei nichts, alles läuft allein in Ihrem Browser.

Nächster Stichtag
13. Oktober 2026
Support-Ende Office LTSC 2021
––
Tage
––
Stunden
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Minuten
––
Sekunden
Seit dem Support-Ende verstrichen0 %
  • 14. Oktober 2025Support-Ende Windows 10–
  • 13. Oktober 2026Support-Ende Office LTSC 2021–
  • 10. Oktober 2028Letzte Sicherheitsupdates für Microsoft 365 Apps auf Windows 10–

Checkliste für die Umstellung

0 von 8 erledigt

Noch nichts abgehakt. Punkt eins ist der günstigste, er kostet nur eine Liste.

Bestand gemeinsam durchgehen

Vier Wege, und wann welcher passt

Es gibt selten eine Antwort für das ganze Haus. In den meisten Betrieben kommen zwei oder drei dieser Wege nebeneinander vor, je nach Alter der Geräte und je nach Software, die darauf laufen muss.

01

Upgrade auf dem vorhandenen Gerät

Wo es möglich ist, ist das der einfachste Weg. Das Upgrade auf Windows 11 ist kostenfrei, allerdings nur für Geräte, die Windows 10 in der Version 22H2 ausführen und die Mindest-Hardwareanforderungen für Windows 11 erfüllen. Es eignet sich für jüngere Geräte, deren Fachanwendungen bereits freigegeben sind. Neue Hardware müssen Sie hier kaum kaufen, die Arbeit steckt vor allem im Testen.

Zur IT-Beratung
02

Neues Gerät mit Windows 11

Die richtige Wahl für Geräte, die die Anforderungen nicht erfüllen oder ohnehin am Ende ihrer Nutzungszeit stehen. Anders als nach einem erzwungenen Upgrade haben Sie eine saubere Ausgangslage mit aktuellen Treibern, frischer Garantie und ohne gewachsene Altlasten. Dafür kostet es Geld. Verteilt über mehrere Quartale lässt sich diese Investition aber gut planen.

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03

Erweiterte Sicherheitsupdates als Brücke

Manche Geräte müssen aus zwingenden Gründen bleiben, etwa weil eine Maschine oder eine Fachanwendung daran hängt. Für sie gibt es die erweiterten Sicherheitsupdates über das Microsoft-Volumenlizenzprogramm. Im ersten Jahr kosten sie 61 US-Dollar je Gerät, in jedem Folgejahr verdoppelt sich der Preis, längstens über drei Jahre. Gebucht wird nur jahresweise, Teilzeiträume gibt es nicht. Die Jahre bauen aufeinander auf. Wer erst im zweiten Jahr einsteigt, zahlt das erste mit. Die Mindestabnahme ist eine Lizenz, technischer Support ist nicht enthalten. Das Programm hält ein System also sicherheitstechnisch am Leben, modern wird es dadurch nicht.

Zur IT-Sicherheit
04

Cloud-Arbeitsplatz

Hier wird nicht jedes Gerät einzeln ersetzt. Der Arbeitsplatz zieht in die Cloud, und das Endgerät dient nur noch als Zugang. Für Windows-10-Maschinen in Windows 365, Azure Virtual Desktop und weiteren Azure-Diensten sind die erweiterten Sicherheitsupdates ohne Zusatzkosten enthalten. Verbindet sich ein Windows-10-Endgerät mit einem Windows-365-Cloud-PC, ist es bei aktiver Windows-365-Abonnementlizenz bis zu drei Jahre lang für diese Updates berechtigt. Das lohnt sich vor allem dort, wo mehrere Standorte, Homeoffice oder Außendienst zusammenkommen.

Zu unseren Cloudsystemen

Angaben zu Upgrade, Programmbedingungen und Cloud-Berechtigung nach Microsoft Learn, „Extended Security Updates (ESU) program for Windows 10“, Stand 17.11.2025, und Microsoft Support, „Windows 10 support has ended on October 14, 2025“, Stand 29.06.2026. Beide am Original geprüft, abgerufen am 16. August 2026. Der genannte Dollar-Betrag ist der von Microsoft veröffentlichte Listenpreis, der tatsächliche Einkaufspreis hängt vom Lizenzprogramm ab.

So läuft eine Umstellung ab, ohne dass der Betrieb steht

Eine Migration erledigt man nicht an einem einzigen Termin. Sie folgt einer festen Reihenfolge, und wer die einhält, merkt im Tagesgeschäft kaum etwas davon.

  1. 1

    Bestandsaufnahme

    Zuerst werden alle Geräte, Versionen, Fachanwendungen und Peripheriegeräte erfasst. Am Ende steht eine vollständige Liste, mit der sich verlässlich planen lässt.

  2. 2

    Bewertung je Gerät

    Für jedes Gerät wird entschieden, ob es aufgerüstet, ersetzt, überbrückt oder in die Cloud verlagert wird. Sonderfälle kommen dabei offen auf den Tisch.

  3. 3

    Testlauf

    Ein repräsentativer Arbeitsplatz wird zuerst umgestellt, mit allen Anwendungen und Druckern, die dort täglich gebraucht werden. Probleme, die dabei auftauchen, lassen sich an einem Platz lösen und treffen später nicht zwanzig Arbeitsplätze gleichzeitig.

  4. 4

    Umstellung in Wellen

    Umgestellt wird Abteilung für Abteilung, mit gesicherten Daten und einem Weg zurück, falls etwas hakt. Bevor die nächste Welle startet, wird kurz nachgefragt, ob alles läuft.

  5. 5

    Nacharbeit

    Zum Schluss folgen Restgeräte, Sonderfälle und die Dokumentation. Danach steht fest, welche Systeme wann wieder an der Reihe sind, damit die nächste Frist niemanden überrascht.

Ob eine Umstellung ruhig oder hektisch verläuft, entscheidet sich fast immer in Schritt eins. Wer weiß, was im Haus steht, kann die Arbeit verteilen. Wer es nicht weiß, muss am Ende alles auf einmal erledigen.

Warum das mehr ist als eine Frage der Bequemlichkeit

Sicherheit

Ohne Sicherheitsupdates ist ein System nicht bloß etwas unsicherer, es steht dauerhaft offen. Jede neu veröffentlichte Lücke bleibt bestehen, und veröffentlichte Lücken tauchen erfahrungsgemäß schnell in fertigen Angriffswerkzeugen auf. Schon ein einzelner ungepatchter Rechner genügt Angreifern als Einstieg, von dort aus geht es weiter ins Netz. Deshalb gehört das Thema nicht in die Kategorie „machen wir bei Gelegenheit“.

Anwendungen und Gewährleistung

Viele Hersteller von Fachsoftware koppeln ihre Freigaben an unterstützte Betriebssysteme. Läuft die Anwendung auf einem nicht mehr unterstützten System, kann der Hersteller die Unterstützung einschränken. Auch Versicherer und Prüfer fragen zunehmend nach dem Patchstand.

Compliance

Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss dafür angemessene technische Maßnahmen treffen. Ein System, für das es planmäßig keine Sicherheitsupdates mehr gibt, lässt sich schwer als angemessen begründen. Microsoft selbst weist beim Support-Ende von Office LTSC 2021 ausdrücklich auf mögliche Auswirkungen auf Compliance-Anforderungen hin. Wer zusätzlich unter NIS2 fällt, hat ohnehin dokumentierte Pflichten im Risikomanagement. Mehr dazu lesen Sie in einem eigenen Beitrag.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Ob und in welchem Umfang Pflichten aus DSGVO, NIS2 oder branchenspezifischen Vorgaben für Ihr Unternehmen gelten, prüfen Sie bitte im Einzelfall mit Ihrer Rechtsberatung.

Deine Fragen zum Windows-10-Support-Ende

Die wichtigsten Antworten rund um das Support-Ende, kurz zusammengefasst. Fehlt deine Frage, ruf einfach an.

06128 9999080

Ja. Die Rechner starten und arbeiten wie bisher, Microsoft schaltet nichts ab. Was wegfällt, sind technische Unterstützung, Funktionsupdates und Qualitätsupdates, und damit auch die Sicherheitskorrekturen. Das Gerät wird also nicht kaputt, es wird nur mit jedem Monat angreifbarer.

Für Unternehmen läuft es über das Microsoft-Volumenlizenzprogramm und kostet im ersten Jahr 61 US-Dollar je Gerät. Der Preis verdoppelt sich in jedem Folgejahr, längstens über drei Jahre. Gebucht wird nur jahresweise, Teilzeiträume gibt es nicht, und die Jahre bauen aufeinander auf: Wer erst im zweiten Jahr einsteigt, muss das erste mitbezahlen. Die Mindestabnahme liegt bei einer Lizenz. Was der Einkauf am Ende konkret kostet, hängt vom Lizenzprogramm ab, das rechnen wir gerne für deinen Bestand durch.

Das Upgrade selbst ist kostenfrei. Es gibt aber zwei Bedingungen: Das Gerät muss Windows 10 in der Version 22H2 ausführen und die Mindest-Hardwareanforderungen für Windows 11 erfüllen. Genau daran scheitert es in der Praxis häufig, vor allem bei Geräten, die vor 2018 angeschafft wurden.

Da liegen mehrere Fristen übereinander. Office 2016 und Office 2019 sind seit dem 14. Oktober 2025 ohne Support, über alle Betriebssysteme hinweg. Office LTSC 2021 folgt am 13. Oktober 2026. Für Microsoft 365 Apps auf Windows 10 liefert Microsoft noch bis zum 10. Oktober 2028 Sicherheitsupdates, ausdrücklich als Überbrückung während der Umstellung. Office 2024 und Office 2021 laufen auf Windows 10 weiter, unterstützt werden sie dort aber nicht.

Das ist der häufigste echte Grund, warum ein Gerät nicht sofort umgestellt werden kann, und dafür ist das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates gedacht: als zeitlich begrenzte Brücke, nicht als Dauerlösung. Parallel dazu lohnt sich die Frage an den Softwarehersteller, wann eine Freigabe für Windows 11 kommt. Oft gibt es sie längst, sie ist nur nicht angekommen. Wenn nicht, klären wir, ob sich die Anwendung auf einem abgeschotteten System oder in einer virtuellen Umgebung sauber weiterbetreiben lässt.

Beide verlangen angemessene technische Maßnahmen zum Schutz von Systemen und Daten. Ein System, für das es planmäßig keine Sicherheitsupdates mehr gibt, lässt sich als angemessen nur schwer begründen. Microsoft weist beim Support-Ende von Office LTSC 2021 selbst auf mögliche Auswirkungen auf Compliance-Anforderungen hin. Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Ob dein Unternehmen unter NIS2 fällt, kannst du in unserem Beitrag dazu nachlesen.

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Wer hinter diesem Beitrag steht

SYTO IT ist ein familiengeführtes IT-Systemhaus aus Taunusstein, gegründet 2003 und heute in zweiter Generation geführt. Wir betreuen Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet vor Ort und deutschlandweit per Fernwartung, von der Handwerksfirma über die Steuerkanzlei bis zum Betrieb mit mehreren Standorten. Betriebssystemwechsel gehören für uns zum Alltag. Der Ärger kommt dabei selten von Windows selbst, sondern von der einen Fachanwendung, dem einen Etikettendrucker und dem einen Gerät, an das jahrelang niemand gedacht hat. Deshalb fangen wir mit der Bestandsaufnahme an und nicht mit dem Einkauf. Als Microsoft-Partner und Telekom Business Partner denken wir Betriebssystem, Arbeitsplatz und Anbindung von Anfang an zusammen.

Fragen zu diesem Beitrag beantworten wir Ihnen gern unter 06128 9999080.

Sprechen wir über Ihren Bestand

Sie wissen nicht genau, wie viele Windows-10-Geräte bei Ihnen noch laufen? Das geht vielen so, und genau dort fangen wir an. Wir gehen den Bestand mit Ihnen durch, sortieren nach Aufwand und Dringlichkeit und schlagen einen Zeitplan vor, der zu Ihrem Betrieb passt. Ein fertiges Standardpaket gibt es dabei nicht, der Plan richtet sich nach Ihren Geräten.

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